»NetzwerkHolz vor Ort«:
Elbphilharmonie Hamburg

Die Elbphilharmonie entsteht nach einem Entwurf der renommierten Schweizer Architekten
Herzog & de Meuron. Dieser Entwurf kombiniert die Backsteinarchitektur des alten
Kaispeichers mit dem kühnen Schwung der Glasfassaden und der Dachlandschaft. Foto: Thies Rätzke
Christina Schneider, die 1. Bauleiterin der HOCHTIEF Building GmbH, erklärt
die Besonderheiten des Bauwerks. Foto: Klöpfer Presse
Bauhelm und Sicherheitsschuhe sind auf der Baustelle Pflicht – wer keine mitbrachte, wurde
ausgestattet mit stahlkappen-verstärkten Gummistiefeln. Foto: Klöpfer Presse
Der 100 Jahre alte Tee- und Kakaospeicher war in den 60er-Jahren erneuert worden.
Für den neuen Aufsatz wurde das Gebäude entkernt und um ein Stockwerk erhöht – zu erkennen
an den hellen Ziegeln. Foto: Klöpfer Presse
Die Rolltreppe führt zur Plaza, sie gewährt in 37 Metern Höhe zwischen Alt- und Neubau einen
Rundblick über den Hafen und die Stadt. Foto: Klöpfer Presse
Einen grandiosen Ausblick in etwa 100 Metern über Hafen und Stadt werden die künftigen
Eigentümer der Wohnungen genießen. Foto: Klöpfer Presse
Zu jeder Wohnung gehört ein verglaster Balkon mit "Bullauge". Foto: Klöpfer Presse
Christina Schneider beantwortete alle Fragen zu Architektur, Materialien und fast
10 Jahren Baugeschichte der Elbphilharmonie.
Die stählerne Dachkonstruktion nimmt die Form der Wasserwellen von Elbe und Hafen auf. Foto: Oliver Heissner
Das Herzstück des Gebäudes: Der "Große Saal" bietet 2500 Besuchern Platz – nicht nur
bei klassischen Konzerten. Auch Jazz- und Popveranstaltungen sollen hier stattfinden. Foto: Johannes Arlt
Die »Weiße Haut« aus 10 000 Gipsfaserplatten reflektiert den Klang in jeden
Winkel und garantiert optimalen Hörgenuss auf jedem einzelnen Platz. Foto: Johannes Arlt
So wird der Saal einmal aussehen: Ein Reflektor in der Mitte des Deckengewölbes sorgt zusätzlich
dafür, dass sich der Klang gleichmäßig im Raum verteilt. Illustration: Herzog & de Meuron
Vor der Verabschiedung der NetzwerkHolz Mitglieder klärte die Bauleiterin letzte Fragen. Foto: Klöpfer Presse
Annette Tomas dankt Christina Schneider für die kompetente und kurzweilige Führung
und überreicht ihr ein kleines Geschenk. Foto: Klöpfer Presse

Mitten im Hafen, aufgesetzt auf einen historischen Kaispeicher, realisiert der Baukonzern HOCHTIEF den Bau eines neuen Wahrzeichens: der Elbphilharmonie Hamburg. Markantes Merkmal ist ihre hoch aufragende, gläserne Wellenkrone. Unter diesem Dach entstehen drei Konzertsäle, ein Hotel und Eigentumswohnungen. In 37 Metern Höhe wird eine Plaza einen Rundblick über Deutschlands größten Hafen bieten. Nach der Fertigstellung des Rohbaus und der Glasfassade sind nun die Innenausbauarbeiten in vollem Gange. Ursprünglich sollte der Konzertbau mit Hotel und Tiefgarage 2010 eröffnet werden und 77 Millionen Euro kosten. Nun steht 2017 als Eröffnungsjahr fest, und die Kosten sind auf 789 Millionen Euro gestiegen.

NetzwerkHolz Mitglieder vornehmlich aus Deutschlands Norden machten sich von dem finanziell ebenso umstrittenen wie architektonisch interessanten Objekt selbst ein Bild – bei einer weiteren Veranstaltung der neuen Reihe »NetzwerkHolz vor Ort«. Christina Schneider, die 1. Bauleiterin der HOCHTIEF Building GmbH, führte die Gruppe von der Tiefgarage bis ins Penthaus im 25. Stockwerk und erkärte neben dem architektonischen Gesamtkonzept interessante Details zu Bautechnik und Gestaltung. 

Als Sockel der neuen Philharmonie dient ein über 100 Jahre alter Speicher, in dem früher Kakao, Tabak und Tee umgeschlagen wurden. Die Außenmauern, erneuert in den 60er-Jahren, erhielten einen neuen, stabilen Kern, darüber erhebt sich der Neubau. Die 110 Meter hoch aufragende, gläserne Wellenkrone wird sich über zwei Konzertsäle, ein Fünf-Sterne-Hotel mit fast 250 Zimmern, Gastronomie sowie 43 exklusive Wohnungen spannen. Zudem beherbergt der Kaispeicher nach Fertigstellung einen dritten Konzertsaal, einen musikpädagogischen Bereich sowie ein Parkhaus mit über 500 Stellplätzen. Die ReGe Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft hat gleich zwei HOCHTIEF-Konzerngesellschaften mit deren Realisierung beauftragt: HOCHTIEF Construction baut, HOCHTIEF Facility Management übernimmt für 20 Jahre das Gebäudemanagement sowie den Betrieb von Hotel, Gastronomie und Parkhaus. Außerdem wird HOCHTIEF Construction als Bauträger die hochwertigen Eigentumswohnungen vermarkten – man spricht von einem Quadratmeterpreis von etwa 35 000 Euro.

Norbert von Holten, Vertriebsleitung Klöpfer Nord und Annette Tomas, Leitung Klöpfer Marketing, begrüßten die Teilnehmer von »NetzwerkHolz vor Ort« bei einem kleinen Lunch in der Brasserie »Carls an der Elbphilharmonie«. Nach der Ausrüstung mit Bauhelmen und Sicherheitsschuhen durfte die Gruppe in Begleitung der 1. Bauleiterin und des 1. Poliers durch die verschiedenen Bereiche des Gebäudes streifen und erfuhr manches Insiderwissen – so zum Beispiel, dass die 650 000 Euro teure Verkleidung der 80 Meter langen Rolltreppe vom Erdgeschoss zur Plaza schon einmal fertig war, wegen unschöner Risse jedoch wieder zu Bauschutt zerkleinert worden war. Nun funkeln zehntausende von runden Glasscheibchen (sie sollen an die Kalkausblühungen des historischen Backsteinmauerwerks erinnern) in neuem Glanz an Decke und Wänden.

Der von Herzog & de Meuron entworfene große Konzertsaal mit rund 2500 Plätzen bildet das Herzstück der Elbphilharmonie. In seiner Mitte sitzt das Orchester – umgeben von den terrassenförmig steil ansteigenden Publikumsrängen. Die aus rund 10 000 einzelnen Deckenplatten bestehende »Weiße Haut« und ein 50 Tonnen schwerer Reflektor sollen für eine optimale Akustik sorgen. Spektakuläre Ausblicke dagegen prägen das Ambiente der luxuriösen Loftwohnungen. Je nach Ausrichtung hat man durch die komplett aus Glas gefertigten Außenwände einen einzigartigen Blick über den Hafen, die Elbe oder die Hamburger City.

Die Elbphilharmonie soll am 11. Januar 2017 definitiv eröffnet werden. Bereits im November 2016 wird die über 4000 Quadratmeter große Plaza, die auf 37 Meter Höhe einen Rundumblick auf die Stadt und den Hafen bietet, für die Öffentlichkeit zugänglich sein.