Gipskartonplatten

Gipskartonplatten (oft einfach Rigipsplatten genannt – wir führen aber alle namhaften Hersteller) oder Gipskarton-Bauplatten sind preiswert, leicht zu bearbeiten, schnell zu verlegen und eignen sich beispielsweise für funktionale und dekorative Leichtbauwände im Trockenbau oder zum Verkleiden von Rohrleitungen im Innenausbau.

Erfindung der Gipskartonplatten: „Rigaer Gips“

Gipskartonplatten wurden erstmals 1910 in den USA industriell hergestellt. Die erste Produktionsanlage in Europa entstand 1938 in der alten Hansestadt Riga (heutiges Lettland). Von diesem „Rigaer Gips“ leitet sich auch die Bezeichnung „Rigipsplatten“ ab. Rigips ist seit 1961 jedoch auch der offizielle Herstellername einer Gipsplattenfabrik im niedersächsischen Bodenwerder. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit, Langlebigkeit und leichten Handhabung haben sich Gipskartonplatten seitdem in vielen Bereichen des Trockenbaus und Innenausbaus rasch durchgesetzt. Gipskartonplatten gibt es in unterschiedlichen Maßen, Stärken und Ausführungen, zum Beispiel mit imprägnierten Gipskern für Feuchträume oder als glasfaserbeschichtete Brandschutz-Bauplatte.

Aufbau der Gipskartonplatten, Produktvarianten und Hersteller

Gipskartonplatten bestehen aus einem Gipskern, der mit Kartonage ummantelt ist. Diese Kartonummantelung nimmt die Zugkräfte auf und verbessert die Stabilität wesentlich. Die größten Hersteller sind Saint-Gobain Rigips (Unternehmensname „Rigips“), Knauf Gips, Danogips, Siniat, Gypsys und Vogl Deckensysteme. Je nach Anwendungsbereich gibt es Gipsbauplatten in unterschiedlichen Ausführungen zu kaufen.

  • GKB: Gipskarton-Bauplatte
  • GKBI: Gipskarton-Bauplatte imprägniert (feuchtraumgeeignet)
  • GKF: Gipskartonfeuerschutzplatten (für Feuerwiderstandsklassen bis F90)
  • GKFI: Gipskartonfeuerschutzplatten imprägniert

Rigipsplatten: wärmedämmend und feuchtigkeitsregulierend

Der natürliche Werkstoff Gips hat wärmedämmende und feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften. Aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit bleiben die Innenräume warm, weil die Wände auch bei niedrigen Außentemperaturen nicht auskühlen. Gleichzeitig reguliert Gips die Luftfeuchtigkeit in den Räumen, indem es bei niedrigen Temperaturen Feuchtigkeit aufnimmt und bei höheren Temperaturen wieder abgibt.

  • Herkömmliche Gipskartonplatten sind nicht feuchtraumbeständig, und auch eine imprägnierende Grundierung ist für Feuchträume nicht ausreichend. Daher gibt es spezielle GKBI-Platten mit einem imprägnierten Gipskern zu kaufen. Diese, für eine bessere Unterscheidbarkeit standardmäßig grün eingefärbten, Rigipsplatten eignen sich auch für den Einsatz in Bädern und Feuchträumen.
  • Der ohnehin hohe Feuerwiderstand kann für Brandschutzmaßnahmen durch feuerhemmende Glasfaserbeschichtungen weiter erhöht werden.
  • Eine spezielle Verbundplatte mit Akustik-Dämmung ertüchtigt die Gips-Bauplatten auch für Schallschutzanwendungen.

Einsatzbereiche der Gipskartonplatten im Trockenbau und Innenausbau

Die im Vergleich zur Massivbauweise leichten und preisgünstigen GKB-Bauelemente für den Trockenbau lassen sich einfach bearbeiten, schnell montieren und bei Bedarf auch wieder schnell rückbauen. Gipskartonplatten können eingeritzt und gebrochen, gesägt, genagelt, gebohrt, gelebt, geklemmt oder sogar (leicht befeuchtet) gebogen werden. Die verbreitetsten Einsatzmöglichkeiten sind:

  • Schnellbauwand für nichtragende Innenwände (z.B. Raumteiler, begehbare Kleiderschränke etc.)
  • Verkleidung von Dachschrägen und Rohwänden
  • Abhängen von Decken/Deckenabhängung
  • Verkofferung (Verkleidung) von Rohren, Elektroleitungen, Sanitärinstallationen und technischen Einrichtungskomponenten

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